Next Adventure – new Road-trip

Es sind nun drei Jahre her, seit dem wir auf unser großes Abenteuer gegangen sind und ich zuletzt hier dokumentiert habe. Immer wieder wollte ich auch bereits alles löschen und konnte mich noch nicht überwinden. Wir waren auch nicht untätig in dieser Zeit, hatten nur andere Formen von Abenteuern. Wir sind aus Deutschland ausgewandert, haben ein neues Leben begonnen und die Familie vergrößert. Amelie ist Lilou gefolgt und nun wollen wir auch ihr ein wenig gemeinsame Familienzeit schenken.

Drei Monate Vorbereitungszeit, viele Ideen und dann am Ende habe wir uns entschieden nur Flüge zu buchen und einfach drauf los zu ziehen. Was soll man auch mit Kindern groß planen, es kommt doch alles anders als man denkt, anders weil das Wetter, die Stimmung oder die Energie nicht wie erwartet ist und nicht alles zulässt.
Also entscheiden wir uns auf in den Tag hinein zu leben, uns auf das Innere und die Familie zu fokussieren und jedes Abenteuer anzunehmen.
Einmal weg. Einmal Abenteuer. Einmal auf die andere Seite. Unsere World Tour steht an.

Packen, putzen, Abschied nehmen. Jetzt sind die Schlüssel abgegeben, Wohnung vermietet (alleine das ist eine Überwindung für mich, das erste große Lernen, loslassen, freigeben – diese Reise wird auch für uns alle eine Reise zu sich selbst werden), alles verstaut oder verliehen und wir starten mit viel Aufregung in die gemeinsame Familienzeit!
Auf ab nach Innsbruck

In Innsbruck lädt Emie uns ein, um einmal mit Ponies zu reiten und das Stallleben mitzumachen. Also Pferde füttern, sauber machen und satteln. Anschließend gibt es eine Runde Ausritt und Karotten zu Belohnung. Für die Pferde und die Kinder …

Danke an Motz, Nina, Emie, Emie und Magda, Fritz und Frida für ein Aufenthalt am See, nette Worte, Glückwunsche, Schlafstätte und leckeres Frühstück!!
Und natürlich die herrliche sonnige Dachterrasse. Wir starten die Fahrt mit Safri Duo „Played a Live“ und tanzen uns in den Tag!

Wir verlassen Österreich und starten nach Ingoldstadt mit Zwischenschritt München. Ein besonderer Moment für mich, ein Wunsch von mir und Lilou. Einmal nochmal zur Leuchtturm Oma zu fahren. Es ist das erste Mal für Amelie und das erste Mal wir alle gemeinsam.
Wir spazieren, begleitet von der warmen Sonne, über die grünen Flächen des Friedhofs, während Lilou an jeder Kreuzung fragt, ob es nun da ist.
Am Grab selbst will sie wissen wo genau die Oma begraben ist und wie tief. Dann legt sie Steine im Kreis um die Namensplakette und singt ein Lied.
Amelie ist vom Grabschmuck der anderen Gräber, ein paar roten Käfern und Erdbeeren fasziniert.
Gemeinsam bitten wir die Oma, das sie uns gerne begleiten soll auf unserer Reise und bei den Abenteuern auf uns aufpasst!

Ein weiterer Abschiedsbesuch. Heike empfängt uns direkt in der Auffahrt und die Kinder nehmen sie in Beschlag. Philipp, Tom und Andi kommen dazu um gemeinsam am Spielplatz zu toben und beim Abendessen nochmal tschüss zu sagen.

Jetzt liegen wir alle in den Betten auf der Stockwerke verteilt. Ich mit Amelie oben im Bett und Sarah und Lilou im Keller. Wohl die weiteste Distanz, die wir in den nächsten 3 Monaten haben werden….

Die Aufregung steigt. Ein ganzes Haus in Bewegung. Tom beim Kaffee machen, Lilou hüpft auf Andi, Amelie rennt durch die Wohnung und ruft „Ausi!“ und Sarah und ich suchen die Sachen zusammen, um dann sicher doch noch was liegen zu lassen…

Heike kommt von der Nachtschicht, Kaffee steht bereit, Käsekuchen und Marmeladenbrot zum Frühstück. Die Aufregung liegt in der Luft und steigt im Auto an, alle reden, jeder unterbricht sich und versucht noch das loszuwerden, was ihm oder ihr wichtig erscheint. Es ist gleich wie der Verkehr, die rechte Spur mit LKWs belegt und in der dritten Reihe kämpfen sich die Autos mit Lichthupe Richtung München. Es wirkt als wäre auch die Umwelt nervös wie wir!
Am Flughafen die Rucksäcke aufschultern und zu den Gates. Die Kinder sind so gespannt, dass sie alles mitmachen, brav sind und überall genau verstehen wollen was passiert. Aber aufs Gepäckband darf ich Lilou nicht legen, davor hat sie Angst und ist wütend mit mir. Aber nur bis der Polizist vorbei kommt, dann bin ich doch wieder der sichere Hafen und sie ganz stolz, dass es nicht gepiept hat.
Wir werden überall priorisiert mit zwei Kindern. Überall kommen wir vor den Schlange in den Fast Track und so kommen wir bereits nach 40 min vom Parkplatz zum Gate.

Kurzes warten, Lilou rätselt schon ihre Wimmelfehlerbilder und Amelie und ich beobachten die Autos auf dem Rollfeld. Dann werden Familien aufgerufen und wir starten das Boarding. Alles leuchtet grün und wir steigen ein…
Auf geht’s nach Doha!

Danke für die lieben Abschiedstreffen, Begleitungen, Übernachtmöglichkeiten, Fahrt zum Flughafen und die vielen Geschenke!!